
Die Auswirkungen von Ronaldos Wechsel auf die Vision 2030 Saudi-Arabiens
Geschrieben von Lydia Reynolds
Ronaldo zieht überall Aufmerksamkeit auf sich
Wenn das Transferfenster öffnet, schauen Millionen Fußballfans hin – aber wenn Ronaldo das Team wechselt, schaut die ganze Welt! Sein Wechsel zu Juventus führte zu 3,5 Millionen Suchanfragen innerhalb eines Tages. Ähnlich auch beim Transfer zu Al Nassr FC: Am Tag der Bekanntgabe interessierten sich rund 26 Millionen Menschen online – das entspricht der 350-fachen Kapazität des Old Trafford Stadions!
Spannend wird es beim Blick auf Suchanfragen seines Namens auf Arabisch: Hier zeigt sich deutlich, wie sehr die arabische Welt an diesem Transfer beteiligt war – bei Juve oder Man United war das Interesse aus der Region dagegen deutlich geringer.
Ronaldo ist nicht einfach nur Weltfußballer, sondern eine Ikone mit Millionen Fans weltweit. Nach seinem Wechsel verbuchte Al Nassr rund 12 Millionen neue Follower auf Social Media – das wirkt sich direkt auf Markenpartnerschaften, Einschaltquoten und Ticketverkauf aus.
Die neue Reichweite sorgt für explodierende Ticket-Nachfrage: Nach Ronaldos Transfer wird bis zu 7000 Mal pro Monat nach Al Nassr Tickets gesucht – das sind 1200 % mehr als im bisherigen Maximum mit etwa 600 täglichen Suchen!
Mehr als nur ein Transfer
Am 30. Dezember unterschrieb Ronaldo bei Al Nassr und wurde damit laut The Athletic mit einem Gehalt von $232 Millionen (210 Mio. US$) pro Jahr zum bestbezahlten Fußballspieler der Welt. Der Vertrag läuft zweieinhalb Jahre.
Für Al Nassr ein lohnendes Investment! Durch Ronaldos Präsenz steigen Ticketverkäufe, Merchandising und das Werbe-Interesse internationaler Top-Marken. Zudem entstehen Mega-Events wie das Freundschaftsspiel gegen PSG (zum Spielbericht), die für weltweite Aufmerksamkeit sorgen.
Quelle: Telegraph
Doch der Transfer geht über Profite hinaus. Das größte Ziel: Die Entwicklung im Rahmen der Vision 2030. Saudi-Arabien will zu einem globalen Drehkreuz werden – als Bindeglied zwischen Afrika, Asien und Europa.
Ein entscheidender Teil von Vision 2030 ist die kulturelle Modernisierung und ein neues Image als attraktives Reiseziel. Mit Events dieser Größe zieht das Land Touristen und Investoren an – ein Meilenstein auf dem Weg zur angestrebten FIFA-WM 2030 (gemeinsam mit Ägypten, mehr dazu).
Cristiano Ronaldo: Nur ein Puzzlestück im großen Ganzen
Auch weitere Superstars wie Luka Modric, Sergio Ramos und Eden Hazard werden mit der Saudi League in Verbindung gebracht. Ronaldos Wechsel ist damit nur ein Teil einer viel größeren Strategie – die Region zu einem Fußball-Magneten zu machen, im Einklang mit der Vision 2030 der saudischen Führung.
Quelle: Time Out Riyadh