
Der Pass-König: Wie Kevin De Bruyne an der Spitze triumphiert
Geschrieben von Liran Froind | Zuletzt aktualisiert am Juni 19, 2025
Kevin De Bruyne gehört aktuell zu den besten Mittelfeldspielern der Welt. Seit seinem Wechsel von Drongen quer durch Belgien zu K.R.C. Genk entwickelte er sich stetig weiter. Über Stationen bei Chelsea, Werder Bremen und Wolfsburg führte ihn sein Weg schließlich zu Manchester City, wo er jüngst 27 Jahre alt wurde und im Zenit seiner Karriere steht. Bei seiner Verpflichtung 2015 lobte Manuel Pellegrini ihn mit den Worten, er "vereint alle mentalen, physischen, taktischen und technischen Qualitäten", die es für die Premier League braucht. Drei Jahre später stellte City Rekorde auf und siegten in Meisterschaft und Ligapokal. Pep Guardiola nannte ihn "den besten Spieler" jener Saison – Fans stimmen zu.
Mentalität – Cool wie Trockeneis
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De Bruynes Fußballfokus zeigt sich früh: Mit 14 verlässt er Heimat, Freunde und Familie, um Profi bei Genk zu werden. Bei Chelsea, wo er zu wenig spielte, forciert er den Wechsel, um sich weiterzuentwickeln. Seine Spiel- und Einsatzlust ist offensichtlich, doch als Motivator tritt er eher selten auf.
Auch ohne klassische Führungsrolle sticht De Bruyne durch eine mentale Stärke hervor: Er entscheidet blitzschnell, ob Pass, Schuss oder Laufweg – ohne zu zögern oder den perfekten Moment zu erzwingen. Aktuell gibt es wohl keinen Besseren im schnellen, klaren Entscheiden. Wann immer sich die Chance zum Pass, Schuss oder Laufweg ergibt, ergreift er sie – ineffizientes Zögern kommt bei ihm kaum vor.
Im Video gegen Schachtar belowu beginnt er mit einem Kontakt den Konter, schießt direkt (unter zwei Sekunden). Auch gegen Bosnien und Herzegowina: Drehung, Schuss – (unter zwei Sekunden). Das Tor gegen Lille: ein Kontakt, sofort. [sc name="YouTubeResponsive" youtubeid="Qob9g8n2law"]
Physis – Unauffällig und beständig
Für einen so gefährlichen Spieler wirkt De Bruynes Physis unscheinbar. "Man sagte immer... ich sei zu schmächtig für die Härte", erinnerte er sich kürzlich. Mit 68 kg und 1,81 m ist er Durchschnitt: weder klein noch groß, weder schmal noch kräftig, und der BMI ist normal. Schnell? Nicht wirklich, aber auch nicht langsam. Sein Körper wurde über die Jahre belastbarer: Seit 2009/2010 steigt seine Spielzeit pro Saison (außer 2013/14 und 2015/16). Physisch bringt er konstante Leistung, kann immer mehr Minuten gehen.

Er ist weder physisches Ausnahmetalent noch geborener Anführer. Was macht Kevin De Bruyne trotzdem so gefährlich? Klar ist: Professionalität und Disziplin gehören zu ihm. Doch was ihn abhebt: das unglaubliche Spielverständnis, das Vorauslesen und – besonders – das exakte Umsetzen von Ideen auf dem Platz.
Technik – Genialität auf dem Platz
Schon früh trumpfte De Bruyne mit natürlicher Stärke auf: Beim Finale Gent gegen Genk (mit 11 Jahren!) schießt er, trotz Bank und "Verletzung", sechs Tore. Wenige Jahre später trifft er in seinem ersten Einsatz für die Genker Reserve fünfmal – in einer Halbzeit!
Nach dem Abschied aus Belgien legte er kontinuierlich zu. Nach einer schwierigen Zeit bei Chelsea wurde er in Wolfsburg zum Bundesliga-Spieler der Saison. Statistiken sprechen für sich: Seit 2014/15 mehr Assists als jeder andere Spieler der europäischen Top-5-Ligen. Für City: schnellster Spieler aller Zeiten mit 50 Torbeteiligungen (16 Tore, 34 Vorlagen in 76 Spielen) in der Premier League.
Er trifft mit beiden Füßen, von innen wie außen. Nicht Kraft, sondern Technik und Schwung machen seine Schüsse für Torhüter gefährlich. Er zeigt: Du musst kein Muskelpaket sein, brauchst nur Genauigkeit im Kontakt! Sieh dir zum Beispiel dieses Tor mit dem "schwächeren" Fuß gegen Tottenham an.
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Meine Lieblingseigenschaft: One-Touch-Spiel. Er agiert situationsunabhängig mit nur einer Ballberührung – das hält jede Aktion schnell. Egal, wie der Ball kommt: Richtung, Spin, Geschwindigkeit – er passt seinen Körper und Fuß an, dosiert optimal. So sieht One-Touch-Spiel mühelos aus.
Mit beiden Füßen lenkt De Bruyne das Spiel, aber besonders eindrucksvoll ist sein rechter. Als Mittelfeld-Stratege unter Guardiola kann er von rechts nach links wandern – meist agiert er im Zentrum. Gibt es ein wenig Raum und Zeit, spielt er Bälle millimetergenau, egal ob Mitspieler vorstoßen, einlaufen oder zum Freistoß bereitstehen. Immer droht eine Vorlage à la De Bruyne. Seine Pässe als Musik – siehe Video: zahlreiche Traumvorlagen, etliche per One-Touch!
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Taktik – Smart & Effizient
Technik geht Hand in Hand mit Spielintelligenz. De Bruyne spielt geniale Pässe, weil er Spielsituationen früher erkennt als die meisten. Notfalls nimmt er durch intelligente Bewegung im Mittelfeld das Heft selbst in die Hand, schafft neuen Raum. Im Beispiel-Video: Er entfernt sich erst vom Ball (zieht Bewacher mit), dann kehrt er zurück und hat Platz. Ergebnis: Raum zum Wenden und Verlagerung.
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Ob tief stehend oder offensiv – seine Variabilität ist für City und Belgien Gold wert. Muss er tiefer agieren, lenkt er umgehend das Aufbauspiel mit seinen langen Pässen und startet Angriffe. In der offensiveren Rolle glänzt er als Passgeber durch und erkennt immer die entscheidenden Momente zwischen den Ketten. Er beweist den Mut, selbst den Abschluss zu suchen.
Sobald er keinen Platz für sich schafft, bewegt er sich in den Bereich, der sich gerade öffnet – blitzschnell und antizipierend. Das macht ihn zur idealen Anspielstation. Bewegung ist im Fußball alles, und KDB perfektioniert diese Kunst. Seine Wege von 0:50 – 3:40 im Video zeigen es eindrucksvoll.
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Himmel ohne Grenze
Früher war KDB Liverpool-Fan und Michael-Owen-Verehrer. Wechselt er eines Tages an die Anfield Road? Mit seiner Form wäre er für jedes Topteam ein Gewinn. Da sein Erfolg nicht auf Kraft basiert, könnte er uns noch Jahre begeistern – auch jenseits der üblichen Alterserwartungen. Kaum Skandale oder "De Bruyne News" – City-Fans können aktuell Woche für Woche genießen, wie er das Spiel lenkt.
De Bruyne besitzt acht Klubtitel – plus jede Menge individuelle Auszeichnungen. Doch er will mehr: Nach Platz 3 bei der WM 2018 mit Belgien greift er jetzt nach Titeln im Nationalteam, und natürlich nach dem Champions-League-Sieg mit City. Leider startete er die Saison mit Verletzung. Doch bald kehrt er zurück – zur Freude der Fans, zum Leid der Gegner!
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