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Was macht Wimbledon so besonders?

Geschrieben von Liran Froind

Nur wenige Sportveranstaltungen haben eine solch starke Identität wie Wimbledon. So legendär wie der Große Preis von Monaco oder das U.S. Masters – Wimbledon steht im Tennis völlig für sich. Hier erfährst du, warum Wimbledon Tickets ein absolutes Muss sind!

Die lange Geschichte von Wimbledon

Wimbledon ist seit 1877 das älteste Tennisturnier der Welt. Austragungsort ist der exklusive All England Lawn Tennis and Croquet Club, gegründet bereits 1868 als privater Mitgliederclub. 

Bis 1968 – dem Beginn der Open Era – durften nur Amateure teilnehmen. Profis waren ausgeschlossen. 

Vor 1922 musste der Titelverteidiger sogar nur ein einziges Spiel bestreiten – das Finale. Herausfordernde mussten sich erst durch alle Runden kämpfen, um den Champion herauszufordern. 

Das Prestige von Wimbledon

Oberflächlich betrachtet ähneln sich alle vier Grand Slams. Rund 2.000 Weltranglistenpunkte gibt es für den Sieg auf WTA- und ATP-Tour. Auch bei den Preisgeldern liegt Wimbledon auf Augenhöhe, mit einem Gesamtbetrag um $67 Millionen und jeweils ca. $3,5 Millionen für die Siegerinnen und Sieger. 

Tatsächlich fühlt sich Wimbledon aber einfach besonders an. Viele – teils greifbare, teils schwer zu fassende – Faktoren verleihen diesem Turnier seinen einzigartigen Mythos. 

Auch die Top-Profis sind sich einig. Ende der 1990er ermittelte das französische Tennis Magazine unter 108 topplatzierten Spielern das Grand Slam mit dem höchsten Prestige. Die Reihenfolge:

  1. Wimbledon
  2. French Open
  3. U.S. Open 
  4. Australian Open

Wimbledon Tickets bedeuten Gänsehaut-Garantie! Hier fanden die größten Matches der Tennisgeschichte statt: Ob Borg vs. McEnroe 1980 oder Nadals epischer Triumph gegen Federer 2008 nach fünf Stunden – Wimbledon ist der Schauplatz der Legenden. 

Viele Spieler richten sogar ihre Saison auf Wimbledon aus, selbst wenn sie den French Open verletzt aussetzen müssen. Niemand möchte dieses Highlight verpassen. 

Ein entscheidender Faktor ist die überwältigende Nachfrage: Jeden Tag sind alle 18 Courts bis auf den letzten Platz gefüllt – bereits ab dem ersten Montag. Leere Plätze wie bei anderen Grand Slams? Nicht in Wimbledon! 

Die größten Tennis-Legenden siegen in Wimbledon

Wimbledon gewinnen in der Regel nur die komplettesten Spieler. Wer hier triumphiert, kann auch auf jedem harten Belag gewinnen. Die French Open auf Sand dagegen sind traditionell die Bühne für Sandplatzspezialisten. 

Hier eine Übersicht der Spieler mit mehr als zehn Grand Slam Titeln und ihren Erfolgen:

Grand Slam TitelSpielerAustralian OpenFrench OpenWimbledonU.S. Open
24Novak Djokovic10374
22Rafael Nadal21424
20Roger Federer6185
14Pete Sampras2075
12Roy Emerson6222
11Björn Borg0650
11Rod Laver3242

Keine Null in der Wimbledon-Spalte! Das unterstreicht: Die größten und vielseitigsten Champions der Geschichte glänzen in Wimbledon. 

Wimbledon – das einzige Grand Slam auf Rasen

Ein besonderer Unterschied: Nur Wimbledon wird auf top-gepflegtem Rasen gespielt – 8 mm kurz getrimmt, rund ums Jahr von 15 Platzwarten betreut, darunter ein "Head of Horticulture". Das verleiht Wimbledon einen unvergleichlichen Charakter. 

Rasen fordert eine ganz andere Spielweise: Der Ball springt flacher ab, kann sogar wegrutschen. Sliding wie auf Sand gibt es nicht. Hier sind Geschick, Wendigkeit und Spielintelligenz gefragt.

Serve & Volley und aggressive Schläge werden hier besonders belohnt – nicht umsonst feiern Roger Federer und Novak Djokovic auf Rasen Erfolge. 

Für die Setzliste galt bis 2019 sogar eine spezielle Formel, die Grass Court-Performance der letzten zwei Jahre miteinbezog. Seit 2020 werden Setzlisten nach ATP- und WTA-Ranking vergeben. 

Was Tennisgrößen über Wimbledon sagen

Prestige lässt sich schwer in Worte fassen. Wir haben einige Zitate der größten Spieler gesammelt:

Auf diesem Court liegt eine ganz besondere Schönheit und Tradition... Es fühlt sich einfach wie der heiligste Boden des Sports an.

John McEnroe

Es gibt nichts Vergleichbares wie Wimbledon; man spürt die Fußspuren der Legenden auf diesen Plätzen.

Venus Williams

Wimbledon wird immer der Gipfel unseres Sports sein; hier gab es die besten Champions.

Andy Roddick

Ich habe die Australian Open zwei Mal gewonnen. Aber Wimbledon zu gewinnen ist etwas ganz Besonderes.

Stefan Edberg

Wimbledon und das Königshaus

Der All England Club genießt königliche Schirmherrschaft – aktuell durch Catherine, Prinzessin von Wales, die den Ehrenposten 2016 von Elizabeth II übernahm. 

Schon seit 300 Jahren sind Royal Patronages ein Zeichen von Prestige. Ein königlicher Patron verleiht jeder Organisation Exklusivität und Ansehen.

Der Tennissport ist jedoch bereits viel länger mit der Monarchie verbunden – schon Heinrich VIII. spielte im 16. Jahrhundert in Hampton Court eine Urform des Tennis, ganz in der Nähe von Wimbledon. 

Wimbledon-Etikette

Einzigartig in Wimbledon: Aus Frauen werden "Ladies", aus Männern "Gentlemen". Bei Anwesenheit von Royals wird verbeugt oder geknickst. 

Die berühmte Komplett-in-Weiß-Regel für Spieler gilt seit 1963 – mit sehr dezentem Branding.

Das Publikum muss sich nicht speziell kleiden, aber zerrissene Jeans und Sportshorts sind tabu. Am besten erscheint man smart-casual, vor allem bei Wimbledon Tickets für Center oder Nr. 1 Court. 

Wimbledon: Zahlen & Fakten

  • 54.250 Tennisbälle werden während der Championships gespielt
  • Täglich gibt es 48 neue Ball-Dosen für Center Court & Court Nr. 1, 24 auf den anderen Courts
  • 29.000 Flaschen Champagner werden jedes Jahr getrunken
  • Das Reparaturteam bearbeitet ca. 2.000 Schläger – mit 64 km Bespannung
  • Jährlich werden 9 Tonnen Rasensamen ausgestreut
  • Platzbeschaffenheit und Absprung werden täglich geprüft

Einzigartige Wimbledon-Traditionen

Ob Center Court Tickets oder Grounds Entry – Wimbledon lebt von seinen Besonderheiten: 

Erdbeeren mit Sahne in Wimbledon

Der Klassiker seit 1877 – mit Ursprung bei Heinrich VIII. Heute stammen die frischen Erdbeeren von ausgewählten Höfen aus Kent. Jährlich genießt das Publikum 40 Tonnen oder rund 166.000 Portionen. 

Pimm’s – der Kultdrink

Wimbledons Sommerdrink Nr. 1: Pimm’s mit spritziger Limonade, Erdbeeren, Orange, Gurke, Zitrone, Minze. Rund 300.000 Gläser werden jedes Jahr ausgeschenkt.

The Hill

Im Norden der Anlage kann jeder das Geschehen via Großbildschirm erleben: Aorangi Terrace – besser bekannt als Henman Hill, Murray Mound oder Rusedski Ridge – ist Treffpunkt und Kult zugleich. 

Der „Middle Sunday“

Fast die gesamte Wimbledon-Geschichte über war der erste Sonntag ein Ruhetag für die Plätze. Erst 1991 wurde erstmals wegen Regens gespielt – mit Fußball-Atmosphäre auf den Rängen. Seit 2022 gibt es kein spielfreien Sonntag mehr.  

Unvergessliche Wimbledon-Momente

Boris Becker – jüngster Herrensieger aller Zeiten

Beckers Durchbruch: Mit 17 triumphierte er über Curren und wurde 1985 zum jüngsten Grand Slam-Champion der Geschichte – bis Michael Chang 1989 in Paris noch jünger siegte. 

People’s Monday 2001

2001 dauerte das Turnier durch Regen so lange, dass das Herrenfinale auf den Montag fiel – und 10.000 Tickets spontan im Verkauf waren. Goran Ivanisevic gewann als Außenseiter die Herzen der Fans.

Isner vs. Mahut 2010

Rekordmatch auf Court 18: 11 Stunden 5 Minuten Spielzeit, das längste Tennis-Match der Geschichte. Der fünfte Satz: 70–68, gespielt über drei Tage.

Wer hat die meisten Einzeltitel bei Wimbledon?

Bei den Herren führt Roger Federer mit acht Wimbledon-Siegen, darunter ein historischer Lauf zwischen 2003 und 2008. 

Martina Navratilova dominiert bei den Damen mit neun Titeln zwischen 1978 und 1990. 

Der All England Lawn Tennis and Croquet Club

Der Club existiert länger als das Turnier selbst: Heute gibt es auf dem Gelände 18 Rasen-Wettkampfplätze, 7 American Clay Courts, 6 Indoor-Plätze – dazu 22 weitere Rasenplätze im benachbarten Aorangi Park fürs Training.  

Mitglied wird hier fast niemand: Vier bestehende Mitglieder müssen dich empfehlen – und zwar persönlich seit drei Jahren kennen! 

Der Club öffnet außerhalb der Turnierwochen das größte Tennismuseum der Welt – mit Highlights, Kult-Momenten und spannenden Geschichten. Buche eine 90-minütige Führung und blicke hinter die Kulissen: Umkleiden, Pressebereich, Center Court hautnah! 

So bekommst du Wimbledon Tickets

Das Wimbledon Ticket-System ist einzigartig: Es gibt eine öffentliche Ticket-Auslosung („Ballot“) bereits acht Monate vor Beginn – die Chance ist aber gering. 

Die berühmte „Queue“: Wer beste Plätze möchte, campt notfalls schon am Vorabend vor dem Gelände, um sein begehrtes Tagesticket zu ergattern. Für Center Court oder Court No. 1 solltest du das echte Wimbledon-Feeling erleben!

Bequem und sicher geht es per Reseller oder offizielle Hospitality-Partner – erlebe Wimbledon live und stressfrei!

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