Als Wiederverkaufsaggregator können Preise über Nennwert liegen.
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Wo Amerikaner am meisten für Live-Entertainment ausgeben

Geschrieben von Liran Froind | Zuletzt aktualisiert am Oktober 28, 2025

Live-Entertainment boomt – und die Preise klettern mit. Im dritten Quartal 2025 lag der durchschnittliche Konzertticket-Preis bei 128,46 $, ein satten Anstieg von 34 % gegenüber demselben Zeitraum vor sechs Jahren, wie die Pollstar Musikmarkt-Plattform berichtet.

Musiker profitieren enorm: Die Top 100-Tour-Acts verdienten im Schnitt mehr als 2,4 Millionen Dollar pro Show, was einem Plus von 29 % zum Vorjahr entspricht, so Pollstar.

Die Eras Tour von Taylor Swift setzte allein 2023 und 2024 über 2 Milliarden Dollar um; das Durchschnittsticket lag bei unglaublichen 1.088 $, so die New York Times. Während Ticketmaster und andere Wiederverkaufsplattformen den Markt bestimmen, machen hohe Nachfrage und begrenztes Angebot viele Live-Shows zum Luxus – vor allem für Fans mit kleinerem Budget.

Dennoch geben Amerikaner mehr aus und strömen in Rekordzahlen zu Live-Events. Laut einer Deloitte-Umfrage 2024 besuchten 61 % der Befragten mindestens ein Live-Event (Konzert, Comedy oder Theater) in den letzten sechs Monaten – im Schnitt sogar sieben Veranstaltungen.

Vor allem Jüngere, allen voran Gen Z und Millennials, setzen auf Live-Erlebnisse als Must-have statt als Luxus-Ausnahme.

states that spend the most and least

Nach Jahren der Isolation wächst das Bedürfnis nach Gemeinschaft. Für viele wiegt der emotionale Gewinn, den Lieblingsstar live zu sehen, höher als die Kosten.

Doch die sogenannte „Funflation“ treibt die Ausgaben überall nach oben. 2024 verzichteten laut Deloitte beinahe 60 % der US-Konsumenten auf ein Live-Event, weil es schlicht zu teuer war.

Doch das Ausgabeverhalten unterscheidet sich regional enorm. Wer gibt am meisten aus?

Wir haben Bundesdaten ausgewertet und Bundesstaaten danach gerankt, wie viel pro Jahr für Live-Entertainment wie Konzerte & Theater ausgegeben wird (ohne Sport), und wie sich das in den vergangenen zehn Jahren verändert hat.

Das zeigt klar: Regionale Vorlieben, Einkommen und Lebensstil entscheiden, wieviel Amerikaner fürs Live-Erlebnis ausgeben.

tracking spending on live entertainment over the past decade

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Big Spender & Sparfüchse: In Virginia gab jede Person 2024 durchschnittlich 446 $ für Live-Entertainment aus – so viel wie nirgendwo sonst. Mississippis Schnitt lag bei nur 25 $ – das sind gerade mal 6 % vom Spitzenreiter.
  • Küstenstaaten geben mehr aus: Virginia, Hawaii (408 $), Kalifornien (322 $), Massachusetts (233 $), New York (220 $) und Maryland (171 $) toppen das Ranking.
  • Unterhaltungs-Hochburgen sparen: Staaten wie Louisiana (41 $) und Tennessee (47 $) haben einerseits viele günstige/free Events und geringere Einkommen, andererseits ziehen sie auch Touristen an, die für Unterhaltung sorgen – ohne dass das im Ausgabeverhalten der Einwohner sichtbar wird.
  • Big Spender legen zu: In Virginia (+199 $), Hawaii (+178 $), Kalifornien (+175 $), Georgia (+132 $), Missouri (+113 $) und Minnesota (+106 $) ist die Ausgabensteigerung in den letzten 10 Jahren am größten.

Die höchsten Ausgaben

Virginia belegt 2024 den ersten Platz beim Pro-Kopf-Aufwand für Live-Entertainment mit 446 $ pro Einwohner, knapp gefolgt von Hawaii (408 $) und Kalifornien (322 $). Auf Platz 4 folgt Missouri (237 $) und Massachusetts (233 $).

Kalifornien liegt beim Gesamtvolumen vorn: 2024 gaben die Bewohner zusammen fast 12,68 Milliarden Dollar für Live-Events aus – fast dreimal so viel wie Rang 2 New York (4,37 Milliarden $; 7. Platz pro Kopf mit 220 $).

In diesen Top-Staaten treffen starke Kulturszenen und hohe Nachfrage auf großzügiges Freizeitbudget – damit geben sie den Maßstab für Erlebnisausgaben vor.

Die sparsamsten Staaten

Mississippi gibt am wenigsten für Live-Entertainment aus – nur 25 $ pro Kopf in 2024. Es folgen Kansas (30 $), West Virginia (37 $), Louisiana (41 $) und Iowa (43 $).

Diese Staaten haben geringere Einkommen und weniger große Veranstaltungsorte – das dämpft Angebot und Ausgaben. In Städten wie New Orleans genießen viele zwar kostenlose Live-Musik, tauchen aber nicht in der Ausgabenstatistik auf.

Wyoming landet beim Gesamtvolumen auf dem letzten Platz: Zusammen wurden nur 36,2 Mio. $ in 2024 ausgegeben. Danach folgen North Dakota (37,1 Mio. $), South Dakota (56,5 Mio. $), West Virginia (65,4 Mio. $) und Delaware (68,1 Mio. $) – allesamt auch bei Pro-Kopf-Ausgaben im hinteren Feld.

Wo sich das Ausgabeverhalten am stärksten verändert hat

Virginia bleibt landesweiter Spitzenreiter – 2014 wie 2024. Der Abstand ist aber größer geworden: Die Pro-Kopf-Ausgaben stiegen um 199 $ je Einwohner – größter Zuwachs im Land.

Direkt dahinter: Hawaii (+178 $), Kalifornien (+175 $), Georgia (+132 $) und Missouri (+113 $). Diese Staaten erlebten den stärksten Schub bei Konzert-, Theater- und anderen Event-Ausgaben – typisch für das starke US-weite Wachstum.

Kein Staat verzeichnete einen Rückgang. Das niedrigste Plus gab es in Kansas (+4 $, von 26 $ auf 30 $). Leichte Zuwächse meldeten auch Delaware (+14 $), Mississippi (+16 $), Oklahoma (+17 $) und Iowa (+17 $) – damit sind sie weiterhin in allen Rankings Schlusslichter.

average ticket prices have climbed

So findest du die besten Ticket-Deals

  1. Preise vergleichen! Ticketpreise schwanken stark je Anbieter. Vor dem Kauf auf Vergleichsportalen stöbern – oft gibt es den gleichen Platz viel günstiger.
  2. Nach Events außerhalb der Hauptzeiten suchen. In stark nachgefragten Staaten sind Shows schnell ausgebucht und oft teurer – Alternativen wie Wochentags- oder Off-Season-Konzerte sind günstiger und leichter zu bekommen.
  3. Preisalarm einstellen. Lass dich benachrichtigen, sobald die Preise für dein Wunsch-Event sinken.
  4. Last-Minute-Schnäppchen nutzen. Wer flexibel in Termin und Platzwahl ist, findet oft kurzfristig drastisch reduzierte Tickets – vor allem in Staaten, in denen Events nicht sofort ausgebucht sind.
  5. Nur bei vertrauenswürdigen Anbietern kaufen. Nutze Plattformen, die nur geprüfte Verkäufer führen, um Betrug und versteckte Gebühren zu vermeiden.

Fazit

Die Zahlen zeigen deutliche regionale Unterschiede: Einige Bundesstaaten setzen voll auf Live-Entertainment, andere agieren deutlich sparsamer. Die Gründe reichen von Kulturpräferenzen und Freizeiteinrichtungen bis zu Einkommensverhältnissen – sie prägen, wie US-Bürger Live-Events erleben und finanzieren.

Methode

Das Ranking basiert auf durchschnittlichen Ausgaben pro Kopf für Live-Entertainment (ohne Sport) im Jahr 2024. Eine Zusatzanalyse zeigt die Veränderung über zehn Jahre. Zum Abgleich wurden die durchschnittlichen Ausgaben ins Verhältnis zum mittleren Einkommen der Bundesstaaten gesetzt – die Tendenzen blieben dabei stabil.

Datengrundlagen:

Liran Froind
Geschrieben von Liran Froind

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